Gesamtprojektleitung:


HST Systemtechnik GmbH & Co. KG
, Heinrichsthaler Straße 8, D-59872 Meschede, www.hst.de 
Leitung: Günter Müller-Czygan, Tel: 0291-992944; Email: guenter.mueller-czygan@hst.de 

weitere Ansprechpartner: Holger Droste, Tel: 0291-992985; Email: holger.droste@hst.de
 

HST ist bereits mit Einzellösungen und Projekten zum Thema Smart Services im Bereich der Wasserwirtschaft, aber auch in anderen öffentlichen Sektoren wie z.B. Infrastruktur, Verkehr oder Energie aktiv. Hierzu zählen beispielsweise die Weblösungen Scada.web (Prozessleittechnik), Kanio.web (Betriebsführung) und Nira.web (Niederschlagsportal). Die Lösungen Scada.web und Kanio.web werden sowohl als übergeordnete Softwarelösung für Objekte und Infrastruktureinrichtungen als auch als reduziertes Tool nur für Maschinen der HST angeboten. Diese Lösungen sind bislang als in sich geschlossene Anwendungen konzipiert, ein Zugriff auf eine gemeinsame Datenplattform gibt es derzeit nicht. Der Datenaustausch zwischen den Systemen kann bislang nur projektbezogen realisiert werden. Bei den im Vorhaben zu entwickelnden offenen Plattformlösungen sollen diese Anwendungen in die neue Webumgebung mit eingebunden werden und als Teil der Serviceanwendungen weiterentwickelt werden. Als Systemausrüster für Maschinen und IT-Lösungen verfügt HST über jahrzehntelange Erfahrung beim Einsatz verschiedenster Steuerungstechniken und ist mit den bundesweit eingesetzten heterogenen Technologien vertraut. Im Zuge des Vorhabens wird eine Übersicht erstellt, welche Technologien sich (noch) im Markt befinden. Zusammen mit dem GECOC wird ermittelt, welche Lösungen es bedarf, diese an eine zentrale Datenplattform anzubinden. Hierbei wird z.B. geprüft, ob die Datenausgaben vorhandener Steuerungskomponenten ohne weiteres auf eine Datenplattform übertragbar sind, ggf. konvertiert werden müssen oder ob diese Komponenten auszutauschen sind. Eine weitere Flexibilitätsanforderung der zu entwickelnden Lösungen ist durch unterschiedlichen Nutzungsebenen und Sicherheitsstrukturen auf Anwenderseite zu gewährleisten. Anknüpfend an die Vorrecherchen und Gespräche mit potenziellen Stakeholdern der öffentlichen Hand werden die verschiedenen Anwendungsinteressen (z.B. offene Internet- oder geschlossene Intranetanwendung, freie Datenübertragung per GPRS an die webbasierte Datenplattform oder dezentrale Datensammlung per USB-Stick und Übergabe an webbasierte Datenplattform per zentralem Server) weiter ermittelt, und im Zuge der Aufgabendefinition mit einbezogen. Hierzu ist insbesondere beabsichtigt, auf der Branchenmesse IFAT 2016 unter Leitung von HST umfangreiche Befragungen und Gespräche mit potenziellen Anwendern vorzunehmen. Neben der Ermittlung der technischen Anforderungen werden auch Motive und Ängste der Gesprächspartner angesprochen, um herauszufinden, welche weiteren Gründe neben dem Zwang, vorhandene alte cyberphysische Systeme noch weiter zu benutzen, existieren, die einer Akzeptanz solcher Systeme auf der Anwenderseite im Wege stehen. Aus den bisherigen Gesprächen zur digitalen Transformation in der Wasserwirtschaft ist abzuleiten, dass modulare und stufenorientierte Lösungen von wesentlicher Bedeutung für die Akzeptanz sein werden.

Diese Lösungen müssen es erlauben, das technisch Mögliche inkl. zukünftiger Erweiterungen in einem Schritt zu implementieren oder aber eine Realisierung erst mit verschiedenen Schritten und Modulen anzugehen. Ein weiteres sehr wichtiges Thema sind die erwarteten Konsequenzen aus der Verabschiedung des IT-Sicherheitsgesetzes, welches das Thema Sicherheit verstärkt in den Fokus gerückt hat. Aktuell sind noch viele Fragen in diesem Gesetz offen gelassen worden, die erst durch Rechtsverordnung beantwortet werden, z.B. die Festlegung detaillierter Sicherheitskriterien, die beispielweise branchenbezogen innerhalb der jeweiligen Fachkreise festzulegen sind. Im Fokus dieses Projektes und damit im Budget- und Zeitrahmen steht daher die Entwicklung von Kernstrukturen, die für alle modularen und stufenorientierten Lösungen unabdingbar sind sowie die zugehörigen Schnittstellen für die späteren Semi-Kern- und Randstrukturen. Für den öffentlichen Teilsektor „Wasserwirtschaft“ werden beispielhaft einzelne Semi-Kern- und Randstrukturen sowie zugehörige Anwendungslösungen im Projekt entwickelt und in Form von Pilotprojekten erprobt. Dabei wird darauf geachtet, dass die aktuellen und zu erwartenden Sicherheitsanforderungen umgesetzt werden und eine Aktualisierung von Sicherheitsmaßnahmen jederzeit vorgenommen werden kann. HST wird bei der Entwicklung der Kernstrukturen auf Basis der entsprechenden Praxiserfahrungen den Bezug zu den Aufgabenstellungen der möglichen Anwender herstellen, die Anforderungen an die Organisationsabläufe kommunaler Einrichtungen definieren sowie die Bedürfnisse auf der Marktseite bezüglich möglicher Anwenderlösungen ermitteln. Hierbei wird HST federführend die Fragen zu rechtlichen Anforderungen bearbeiten und die Partner bei der Definition der Sicherheitsanforderungen unterstützen. Die Erprobung im realen Feld erfolgt mittels Pilotprojekten. Hierbei werden echte Daten aus bestehenden wasserwirtschaftlichen Objekten und Infrastrukturen in die neuen Daten- und Serviceplattformen übertragen und die entwickelten Anwendungstools an bestehenden Objekten in Realumgebung erprobt. Hierzu haben sich bereits zum Antragszeitpunkt zahlreiche Objekt- und Infrastrukturbetreiber bereit erklärt, ihre Einrichtungen und Daten zur Verfügung zu stellen und die Durchführung der Pilotprojekte zu begleiten.

Wesentliche Aufgaben der HST werden sein:

  • Management im Konsortium: Koordination der Tätigkeiten und Meilensteintreffen, Organisation des Berichtswesens, Koordination der Öffentlichkeitsarbeit wie z.B. Erstellung und Entwicklung der Projektwebseite oder Messeauftritte, Organisation von fachbezogenen Workshops
  • Management der Tätigkeiten zum Projektträger und anderen öffentlich-rechtlichen Einrichtungen und Beteiligten (z.B. BMWi, Verbände)
  • Management Zusammenarbeit assoziierte Partnern: Auswahl Partner für Einbindung in Entwicklungsdiskussionen, Auswahl der Partner für Pilotprojekte, Unterstützung der assoziierten Partnern bei der Vorbereitung und Durchführung der Pilotprojekte, Unterstützung der Partner bei der (Förder-)Mittelbeschaffung zur Durchführung der Pilotprojekte, Integration interessierter Partner in Entwicklungsdiskussionen (Workshops), Organisation und Durchführung von Informationsveranstaltungen zum Thema IT-Sicherheitsgesetz für Partner

Wirtschaftspartner


Pegasys GmbH & Co. KG, Heinrichsthaler Straße 8, D-59872 Meschede, www.pegasys-software.de 

Leitung: Uwe Frigger, Tel: 0291-992950, Email: u.frigger@pegasys-software.de 

Die PEGASYS GmbH wurde 1987 gegründet und entwickelt Softwareprodukte für die Wasser-wirtschaft. Das Produktportfolio der PEGASYS umfasst die Bereiche SCADA-Systeme, Betriebs-führungssysteme und cyberphysische Systeme. Das von der PEGASYS entwickelte Prozessleitsystem SCADA V10 wurde seit Anfang der 90er Jahre stetig weiter entwickelt und umfasst eine Entwicklungsleistung von über 50 Mannjahren. Die PEGASYS verfügt daher sowohl über die fach-liche Kompetenz im Bereich der Softwareentwicklung, als auch über die Fachkompetenz in der Branche der Wasserwirtschaft. Im Produktbereich der Betriebsführungssysteme ist das von der PEGASYS entwickelte Produkt mit der Produktbezeichnung „KANiO“ Marktführer unter den in Deutschland eingesetzten Betriebsführungssystemen in der Wasserwirtschaft. Bei diesem Produkt handelt es sich um eine Datenbankgestützte Applikation, die auf den Datenbanksystemen Oracle oder dem Microsoft SQLServer aufsetzt. PEGASYS verfügt daher über entsprechendes Knowhow im Bereich der marktführenden Datenbanksysteme.

Seit Anfang des Jahres 2000 wurde das Tätigkeitsfeld der PEGASYS auf den Bereich der M2M Kommunikation erweitert, so dass auch in diesem Bereich umfangreiches Knowhow im Bereich der Kommunikation vorhanden ist. PEGASYS entwickelt sowohl klassische Client-Server-System, als auch webbasierende Anwendungen, die in Form von Cloud-Lösungen (Software as a Service) bereitgestellt werden. Durch den Megatrend Cloud-Computing verschiebt sich das Betätigungsfeld der PEGASYS von der Entwicklung klassischer Windows Applikationen in Form von Client-Server-Anwendungen hin zu Web-Anwendungen, die zukünftig in Form von Services unseren Kunden bereitgestellt werden. Eines der wesentlichen Unternehmensziele der PEGASYS GmbH besteht darin, zukünftig eine marktführende Rolle als Anbieter von Serviceplattformen in der Wasserwirtschaft zu einzunehmen. Durch das Vorhaben KOMMUNAL 4.0 kann dieses Ziel schneller und aufgrund der Kompetenzen der Kooperationspartner mit höherer Tiefe und Qualität erreicht werden.

Im Rahmen des Vorhabens KOMMUNAL 4.0 wird PEGASYS zwei wesentliche Aufgabenschwerpunkte übernehmen. Zum einen übernimmt PEGASYS federführend die Entwicklung der Serviceplattform, zum anderen die Integration der Virtual Smart PLC. Aufgrund des Knowhows der PEGASYS im Bereich der Softwareentwicklung wird die PEGASYS allen Partnern im Bereich der technischen Umsetzung zuarbeiten.

PEGASYS wird in den wesentlichen Arbeitspaketen die federführenden Kooperationspartner unterstützen, wenn es um Fragen der Plattformtechnik, Softwarearchitekturen und – System-schnittstellen geht. Ein weiteres, sehr wichtiges Thema sind die erwarteten Konsequenzen aus der Verabschiedung des IT-Sicherheitsgesetzes, welches das Thema Sicherheit verstärkt in den Fokus gerückt hat. Aktuell sind noch viele Fragen in diesem Gesetz offen gelassen worden, die erst durch Rechtsverordnung beantwortet werden, z.B. die Festlegung detaillierter Sicherheitskriterien, die beispielweise branchenbezogen innerhalb der jeweiligen Fachkreise festzulegen sind. PEGASYS wird zu diesem Themengebieten die federführenden Kooperationspartner intensiv unterstützen und die Ergebnisse in diesen Arbeitspaketen immer wieder aus der Sicht der Plattform- und Software-entwicklung bewerten. Weiterhin wird PEGASYS ein ISMS für die Wasserwirtschaft aufbauen.


SüdWasser GmbH, Bauhofstraße 5, D-91052 Erlangen, www.suedwasser.com 

Leitung: Arne Nath, Tel: 09131-93307-5512, Email: arne.nath@suedwasser.com 

weitere Ansprechpartner: Michael Blob, Tel: 09131-93307-5515, Email: michael.blob@suedwasser.com

Die Südwasser GmbH betreibt seit ca. 20 Jahren zahlreiche Kläranlagen und Sonderbauwerke (ca. 60 Kläranlagen, ca. 150 Sonderbauwerke) als Dienstleister für Städte und Kommunen in Bayern. Basis jeder Investitions- oder Betriebskosten-rechnung und jeder Betriebsführung sind aussagefähige Daten. Südwasser erkennt in der zunehmenden Digitalisierung die Möglichkeit, das gesamte Kostenwesen und die Betriebsführung im Bereich der kommunalen Wasserwirtschaft auf ein aussagefähigeres Fundament zu stellen. Die bisherigen Bemessungen und Berechnungen basieren nach wie vor zum großen Teil auf Mittelwerten oder Annahmen, speziell wenn es um die Prognose zukünftiger Entwicklungen in Städte und Kommunen geht, welche direkten Einfluss auf wasserwirtschaftliche Fragestellungen haben. Im Rahmen des Vorhabens KOMMUNAL 4.0 wird Südwasser die Sichtweise der Betreiber wasserwirtschaftlicher Objekte und Systeme einnehmen und einige Pilotprojekte mit der Bereitstellung von Objekten und Anlagen aktiv gestalten. Südwasser wird sich an denjenigen Diskussionen im Rahmen der Lösungsentwicklungen intensiv beteiligen, die die Belange der Betreiberseite direkt, aber auch indirekt betreffen werden und somit einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass die angestrebten Lösungen praxisnah und nutzerfreundlich gestaltet werden.

Da Südwasser als KMU eine wirtschaftlich geprägte Sichtweise innehat, aber dennoch als Dienstleister der Städte und Kommunen auch die Sichtweise der kommunalen Seite tagtäglich erlebt, unterstützt Südwasser alle Maßnahmen zur Ermittlung der Nutzerakzeptanz sowohl direkt durch Ansprache der eigenen Kunden, als auch durch Mitarbeit an den vorbereitenden Arbeitsinhalten, wie z.B. die Entwicklung von Fragebögen, die Organisation von Workshops und die Erstellung von Medien. Ein weiteres sehr wichtiges Thema sind die erwarteten Konsequenzen aus der Verabschiedung des IT-Sicherheitsgesetzes, welches das Thema Sicherheit verstärkt in den Fokus gerückt hat. Aktuell sind noch viele Umsetzungsaspekte in diesem Gesetz offen gelassen worden, die erst durch die Rechtsverordnung definiert werden, z.B. die Festlegung detaillierter Sicherheitskriterien, die beispielweise branchenbezogen innerhalb der jeweiligen Fachkreise vorzugeben sind. Südwasser wird zu diesen Themengebieten praxisbezogene Anforderungserfordernisse beitragen und damit die federführenden Kooperationspartner in ihren Entwicklungsleistungen unterstützen und somit die Ergebnisse in diesen Arbeitspaketen immer wieder aus der Betreibersicht überprüfen.